Wie läuft eigentlich so ein Sport Mental Coaching ab? (Teil 1)

Manche fragen auch provokanter: Wer ist denn bereit für sowas Geld zu bezahlen? Meist liegt das daran, dass sich keiner etwas darunter vorstellen kann. Also habe ich eine Klientin von mir gebeten, etwas dazu zu schreiben. Weil es doch recht persönlich ist, bleibt das anonym.

„In meinem Sport gibt es unterschiedlichste Anforderungen. Angefangen beim Wetter über Streckenprofile bis zum Wettkampfmodus. Und je besser ich in meinem Sport werde, desto größer werden die mentalen Anforderungen.“

sergey zolkin„Vor wichtigen Rennen spüre ich oft einen gewissen mentalen Druck, da ich die genauen Anforderungen und möglichen Zwischenfälle nicht einschätzen oder manchmal sogar gar nicht benennen kann.

Daniela schafft es mit gezielten Fragen die Punkte heraus zu arbeiten und zu analysieren, die renn-entscheidend sein werden. Was wohl jeder Sportler kennt, ist das typische Motivationstief während dem Rennen. Wir arbeiten gemeinsam die Punkte heraus, warum ich diesen Wettkampf überhaupt bestreiten möchte. So habe ich klare Sätze, die ich mir vorsagen kann (Selbstgesprächsregulation) oder Bilder, die ich mir vorstellen kann, wenn es mal zäh wird.

Nach einem Wettkampf besprechen wir den Verlauf des Rennens, was gut und was nicht so rund lief. Ich versetze mich in Gedanken zurück in das Rennen und erzähle, was alles passiert ist, welche Gedanken ich in welchen Situationen hatte und wie meine Gefühle in den wirklich guten Rennphasen waren. Daniela hilft mir dabei herauszufinden, was und wie ich es das nächste Mal (noch) besser machen kann und was ich gut umgesetzt habe.

Nicht nur für den Wettkampf, sondern auch für die tägliche Trainingsroutine gibt mir Daniela immer wieder Tricks und Tipps an die Hand, um besser zu werden.

Wir stellten eine Liste meiner Persönlichkeitsmerkmale und auch Alltagsgewohnheiten auf. Wir arbeiteten die einzelnen Punkte heraus. Wann und wie ich davon profitieren kann und wann sie mich bremsen. Daniela zeigte mir so, dass meine vermeintlich schlechten Angewohnheiten auch positive Seiten haben. Oder wie ich die zu dominant werdenden Punkte bremsen kann. Als Beispiel kann ich meinen klassischen Schweinehund nennen. Er ist manchmal hilfreich, um mir Regeneration zu gönnen. Aber manchmal lässt er mich auch etwas zu bequem sein.

sport car_zachary kolkDann setze ich ihn in einen flotten Sportwagen (mein Symbol für inneren Antrieb und Selbstdisziplin) und lasse ihn davon brausen. Und ich starte mit meiner Trainingseinheit.“

Das ist ein Einblick wie Coachings ablaufen können, natürlich sind noch etliche andere Themen relevant – das hängt ja vom Klienten ab (vgl. Teil 2 zu diesem Blogbeitrag)

 

Quellen:
Foto 1: Unsplash / Sergey Zolkin
Foto 2: Unsplash / Zachary Kolk

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