Vize-Deutsche Meisterin Altersklasse über die Mitteldistanz

Dieses Jahr war am 19. Juni die Challenge Heilbronn Austragungsort für die Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz Triathlon. Meine engsten Vertrauten wussten, dass es mein Traum war, dort Vize-Deutsche-Meisterin zu werden. Warum Vize? Das hielt ich für realistisch bei dem starken Starterfeld. Mein Freund hatte mir aus Japan ein Daruma, ein kleines Wunschmännchen mitgebracht: beide Augen sind weiß und stehen für zwei offene Wünsche, erfüllt sich ein Wunsch, dann darf man einen schwarzen Punkt als Auge reinmalen…

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Und dann kam die Meldung am Donnerstag: im Neckar kann man derzeit nicht schwimmen! Und so machte der Veranstalter aus dem Triathlon Challenge Heilbronn als Notfallplan einen Duathlon – der weiterhin von der DTU als Deutsche Meisterschaft anerkannt wurde.

Kurz tief durchatmen bei der Meldung. Ursprünglich war geplant: 1,9 km Schwimmen, 93 km wirklich anspruchsvolles Radfahren (u.a. in den Weinbergen mit insgesamt 1065 Höhenmetern) und 21 km Laufen. Der Notfallplan sah vor: Laufen (5 km)– Radfahren (93 km)– Laufen (21 km). Das Rennen mit einem sehr schnellen Laufen zu starten ist – zumindest für mich als Asthmatiker – viel anstrengender als Schwimmen. Mein Traum vom Vize-Titel rückte daher ein bisschen mehr in Richtung „Wunsch statt realistisches Ziel“.

Und dennoch, ich habe ein Motto, dass sich durch mein Leben zieht:

Know your limits…but never stop trying to exceed them.

01eb513d8c8dd225b70cec0da9507370435af2b768Ich glaube, das ist mir gestern gelungen. Es war ein hammerharter Tag und Glück war natürlich auch dabei. Auf den letzten 19 Radkilometern (kurz nach der Verpflegung) ging mir das Getränk aus und in meinem Bauch bildete sich ein Klos aus den zuvor gegessen Gels. Diesen Klos schleppte ich dann den Halbmarathon über mit mir rum. Doch ich konnte konstant laufen, das gefiel mir. Plötzlich stand, etwa auf Kilometer 4, der Triathlon-Profi Timo Bracht am Wegrand und coachte einen schnellen Mann: „Und jetzt aggressiv laufen, Kopf nach unten, Hände locker.“ Ich hab das direkt ausprobiert. Es fühlte sich gleich besser an. 😉 Die beste Motivation überhaupt war allerdings meine Familie, alle waren da…!

Und so habe ich es geschafft, meinen Traum zu erfüllen: ich wurde Vize-Deutsche Meisterin AK über die Mitteldistanz.

 

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Das Auge habe ich schon in mein Daruma gemalt.

Heute, einen Tag danach, schwebe ich wie auf Wolken, auch wenn man das meinem Gang nicht ansieht 😉

Bleibt an Euren Zielen dran!

Alles Liebe, Daniela

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