Kennt ihr den Rückschaufehler?

Fotocredit: Inger Diederich

Unsere Wahrnehmung, unsere Sicht auf die Welt, beeinflusst unser Leben jeden Tag aufs Neue. Denn unsere Erinnerungen sind nachgewiesen nicht verlässlich, sondern ein Konstrukt dessen, was wir uns täglich selbst erzählen, wie das nachfolgende Experiment anschaulich zeigt (1).

Kalte Hand Experiment (2)

Probanden hielten bei einem ersten Versuch 60 Sekunden und bei dem zweiten Testversuch 90 Sekunden ihre Hand in kaltes Wasser; für die letzten 30 Sekunden des langen Experiments wurde das Wasser um ein Grad erwärmt, und alle Probanden stellten eine leichte Abnahme des Schmerzes fest. Bei einem dritten Versuch durften die Teilnehmer dann entscheiden, welchen der beiden Versuche sie wiederholen wollten. 80 Prozent entschieden sich für den längeren Versuch und damit für 30 Sekunden mehr Schmerzen. Fazit: Sie entschieden nicht rational, sondern intuitiv.

Die Ergebnisse im Überblick:

Die Erinnerungen der Versuchsteilnehmer waren beeinflusst

  • vom Höchstand des Schmerzes und davon ob es schmerzhaft oder angenehm endete.
  • sie vernachlässigten die Dauer.
  • die Erinnerung entsprach nicht der tatsächlichen Erfahrung.

Wir erzählen Erinnerungen mit Hinblick auf die besonders emotionsbesetzten Momente und immer von seinem Ende her. Wenn wir also meinen, dass unser Jahr nicht besonders gut lief, entsteht dieses Denken womöglich nur, weil es nicht so gut lief in den letzten Monaten . Oder weil ein Ereignis (zum Beispiel ein Unfall, ein Todesfall oder eine Krankheit) besonders schmerzhaft für uns war.

Da unsere Erinnerung prägend ist für das, was wir aus dem Leben lernen, beeinflusst sie uns stark bei unseren künftigen intuitiven Entscheidungen.

Es liegt also an uns, wie wir das Jahr 2017 interpretieren, um uns das Leben angenehm oder (noch) schwerer zu machen.

Und ich bin sicher, dass jeder von uns gute und schlechte Erinnerungen mit diesem Jahr verbindet, doch im Rückblick ist es sinnvoll und wirkungsvoll, sich vor allem an die schönen Momente zu erinnern.

Dank meiner lieben Kooperationspartner, Klienten und Freunde fällt mir das überwiegend leicht. Dieses Jahr war ich in vielen Fachmagazinen als Autorin zu finden, das ist ein unglaublich schöner Meilenstein in meinem Leben als Coach. (Veröffentlichungen). Auch für ein Juristisches Magazin durfte ich schreiben und das war eine meiner erfolgreichsten Veröffentlichungen bislang. Die Idee dazu habe ich einer Juristin zu verdanken, die bei mir im Führungskraft-Coaching war.

Außerdem bin ich sehr happy, dass Ihr im aktuellen TRITIME Heft, einen Beitrag von mir lesen könnt. Mein Beitrag zu Motivation und Sinnerfüllung knüpft bei den Schattenseiten unseres Sports an, wenn wir uns zu sehr fokussieren und den Blick fürs Wesentliche verlieren. 

https://www.tritime-magazin.de/aktuelle-ausgabe/#jp-carousel-35754

Mein besonderes Highlight 2017 war natürlich, dass ich bei der Laufzeitschrift „aktiv laufen“ Cover-Model war.

Danke an alle, die sich mit mir gefreut haben, statt neidisch zu sein. Es gibt nämlich keinen Grund für Neid. Wir haben es alle selbst in der Hand, Tag für Tag. Und es gibt härtere, an denen ich manchmal wirklich nicht weiß, wovon ich nächsten Monat meine Miete zahlen soll und dann gibt es diese Momente in denen ich sprachlos bin. Zum Beispiel gestern, als mich eine Klientin aus dem Karriere-Coaching einfach zum Essen einlud: sie hat einen Arbeitsvertrag bei ihrem Wunsch-Unternehmen erhalten! Bereits am 02. Januar gehts bei ihr bereits los …

Zu guterletzt ist da immer wieder mein großes Glück, seit dem Frühjahr 2017 ein Mitglied der ASICS Frontrunner sein zu dürfen. Heute kam wunderbare Weihnachtspost an, gepackt von Team-Mitgliedern. Das Paket enthielt etwas ganz besonderes: ein Zeitschriften Cover mit mir von laufen.de  und den wunderbaren ASICS Gel-Nimbus 20, den ich schon die ganze Zeit haben wollte. Ich liebe das hellgelb…

Das Ergebnis des laufen.de Covers zeige ich Euch in den nächsten Tagen auf Instagram und Facebook!

Macht nicht den Rückschaufehler, sondern das Beste draus. 🙂

Für mich heißt es jetzt gleich: Driving home for Christmas… (okay mit dem Auto, nicht mit Rad, aber das Radfoto ist doch schöner…)

Liebe Grüße

Daniela

Fotocredit: Triathlon Podersdorf, 2017

Quellen:

(1) Julia Shaw, Das trügerische Gedächtnis, Hanser Literaturverlag, 2016

(2) Kahneman, D.: Schnelles Denken, langsames Denken, Siedler Verlag, München 2012

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