Interview 4winner mit Jan Diekow: Erfolg und Begeisterung gehören zusammen

5316897_1_funtriathlon-13Jan Diekow ist der Inhaber von LAUFSTIL, dem Sportfachgeschäft in Würzburg, das zumindest allen Läufern und Triathleten dort bekannt sein dürfte. Und ganz aktuell hat er auch das TONOKA Sportcafé in Würzburg eröffnet.

Jan, bei dem ich selbst schon einige Male eingekauft habe, weiß wovon er spricht. Als Läufer kann er stolz drei deutsche Vizemeistertitel (10.000m Bahn und im Straßenlauf) vorweisen. Er erreichte außerdem den Deutschen Mannschaftsmeister-Titel im Cross und war Teilnehmer der Straßenlauf-WM. Im Jahr 2003 legte er dann eine bravouröse Langdistanzpremiere beim Triathlon in Roth hin: mit einer Endzeit von 8:58h!

Es folgte unter anderem die Teilnahme am IRONMAN Hawaii 2010, wie auch seine Siege über die Triathlon-Mitteldistanzrennen in Waren (Müritz) und Erlangen.

Klar, dass ich Jan um ein 4winner Interview bat.

Wann genau hast Du Deine Leidenschaft für Sport entdeckt?

Schon als kleiner Junge konnte ich nie stillsitzen und musste mich immer bewegen, habe alle möglichen Sportarten ausprobiert und beim Laufen konnte ich mich dann erstmal am besten austoben.

Auch wenn mein Herz noch für die Leichtathletik und das Laufen schlägt, muss ich eingestehen, dass für mich der Mix aus verschiedenen Ausdauersportarten einen ganz besonderen Reiz darstellt und ich vor allem auch das Umfeld und den Kontakt zu den anderen Triathleten sehr schätze. Auch hat es mir körperlich sehr gut getan, meine Bewegungsformen vielseitiger zu gestalten und ich kann besser mit kleinen Wehwehchen umgehen, da ich oft immer eine andere Möglichkeit habe, mich zu bewegen, wenn es mal mit dem Laufen nicht so gut funktioniert.

 

Du hast seit vielen Jahren einen eigenen Laufshop in Würzburg. Wie hast Du es geschafft, Dich gegen große Ketten durchzusetzen und so erfolgreich zu werden?

DSC_0024Ich denke, dass der Inhaber-geführte Einzelhandel nur erfolgreich ist, wenn er mit Leidenschaft und Kompetenz Werte schafft, die der Kunde woanders nicht findet. Außerdem darf man sich nicht ins Geschäft setzen und auf die Kunden warten, sondern sie praktisch von den Lauf- und Wettkampfstrecken weg und aus den Laufgemeinschaften heraus für sein Geschäft überzeugen.

 

 

Du unterstützt ja auch viele Sportler in Würzburg. Das kostet Dich ja nochmal Zeit neben eigenem Training, Familie und Shop. Wie handhabst Du das, alles unter einen Hut zu bekommen?

Das ist sicherlich eine Frage eines guten Zeitmanagements und auch eine Frage der Einstellung zu allem und wie man es tut. Wenn man es mit Freude und Leidenschaft macht, ist es sicher keine Zeit, die man irgendwo anders vermisst. Ich nutze mein Training vor allem zum Ideen sammeln und Pläne schmieden. Dann brauch ich sie danach nur aufschreiben und umsetzen. Oft hätte dieser schöpferische Moment ohne den Sport viel mehr Zeit gedauert.

Sicherlich kommt mir auch zugute, dass ich nicht lange ruhen kann, dass mein innerer Motor immer laufen muss, damit ich mich wohl fühle. Mit der Familie ist es dabei sicherlich der schwerste Spagat und ich muss gestehen, dass ich es in meiner ersten Ehe nur eingeschränkt geschafft hatte, damit wirklich hundertprozentig glücklich zu sein. Momentan nehme ich aber sehr erfolgsversprechend neuen Anlauf und habe endlich einen Menschen an meiner Seite, der mit meiner ruhelosen Art perfekt umgehen kann und vor allem auch viele Phasen der Leidenschaft teilt. Ich glaube ohne so eine Beziehung ist es schwer, die nötige Energie in den oft nur kurzen Ruhephasen zu tanken.

 

Gibt es etwas, das Du noch unbedingt sportlich erleben möchtest?

Ich bin über jede Minute Sport glücklich, die ich schmerzfrei machen kann. Ich bin momentan immer noch als ambitionierter Triathlet aktiv und würde nächstes Jahr über Frankfurt gerne nochmal nach Hawaii.

Ich möchte noch viele Rennen überall in der Welt finishen und die Begeisterung für den Sport mit so vielen Menschen wie möglich teilen. Vor allem möchte ich andere Menschen mitreißen Dinge zu erreichen, von denen sie gar nicht glauben, dass sie jemals so etwas schaffen könnten. Denn wenn Du Deine Motivation und Leidenschaft auf andere Menschen übertragen kannst, ist es die größte und nachhaltigste Genugtuung, die man sich selbst geben kann. Mich rufen noch heute Freunde aus Berlin an, die ich vor mehr als 10 Jahren auf Ihren ersten Marathon vorbereitet habe. Ohne diese Beziehung zum gemeinsamen Erfolg hätten sie mich bestimmt längst vergessen.

Ganz herzlichen Dank, Jan! Ich will auf alle Fälle auch mal im TONOKA Sportcafé vorbeikommen, wenn ich wieder in Würzburg bin.

Und viel Glück, Gesundheit & Erfolg für Deine Ziele!

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