6 gute Wege zum Glücklichsein

Tipp 1: Loslassen.

Das Jahr hat gerade mal begonnen und sofort wird gewertet und verglichen: entspricht das alles gerade meiner Erwartungshaltung? Viele leistungsorientierte Menschen neigen dazu, sich permanent „selbst in die Fresse zu hauen“ wie es Sebastian Kienle einmal formulierte. Im Wettkampf hilft das, im Intervall auch, aber wer täglich so mit sich umgeht, wird eher Trainingsweltmeister, zumindest aber unglücklich. Denn diesen Selbstdruck hält keiner über Jahre hinweg aus.

Was hilft da wirklich? Meditation (da reichen oft schon wenige Minuten), als App kann ich Headspace empfehlen.

Als Buch mit CD: Meditation für Anfänger (Das Bild führt euch direkt zum Buch, einfach drauf klicken).

Am wirkungsvollsten ist tatsächlich eine auf dich zugeschnittene, individuelle Hypnose. Sie kann dir genau das geben, das du brauchst: Entspannung, Antrieb, positive Selbstgespräche. Wenn dich das interessiert, dann melde dich gerne bei mir.

Tipp 2: Anerkennung teilen.

In meinen Coachings und Unternehmenstrainings stelle ich fest, dass sich viele Menschen Anerkennung wünschen und dass ihnen der/die Vorgesetzte den Rücken stärkt. Diejenigen, die sich das wünschen, vergessen allerdings häufig, anderen Anerkennung zu geben. Ein kleines Lob, ein Kompliment oder eine Geste, die zeigt, dass wir den anderen Mensch schätzen. Es bewegt viel beim anderen und ist für mich, richtig verstandene Achtsamkeit.

Ich habe viele Klienten, die sich bei mir bedanken. Radtrikots von gelungenen Rennen, eine persönliche Email mit einer Danksagung, einem Welpen-Foto (vom lang ersehnten Wunsch-Hund) oder einfach eine Postkarte vom Wettkampfort.

 

Es sind die Kleinigkeiten, die mich glücklich machen und mir zeigen: ich bin auf dem richtigen Weg. Und so geht es jedem da draußen. Wenn wir diese Gesten miteinander teilen, machen wir uns alle ein bisschen glücklicher. Wann habt ihr zuletzt zu euren Kollegen und Vorgesetzten gesagt, was sie richtig gut machen? Lange her? Ihr ärgert euch aber, dass nichts an Lob von denen kommt? Womöglich ist das ein Henne-Ei Problem! Fangt doch einfach selbst damit an! Lasst uns die kleinen Erfolge und Nicht-Geburtstage miteinander feiern.

Tipp 3: Erfolge wahrnehmen („Logbuch deiner Erfolge“).

Über Erfolg oder Nicht-Erfolg entscheidet Glück, aber natürlich auch unser Glaube an unsere Selbstwirksamkeit. Die wichtigste Quelle, um unsere Selbstwirksamkeitserwartung zu schüren, sind unsere Erfahrungen. Wer die positiven Erfahrungen nicht wahrnimmt, weil er zu hohe Erwartungen an sich oder andere hat (bei Leistungsmotivierten ist das häufig so), der kann doch auch mal ein Erfolgstagebuch führen. Wann immer dir etwas auffällt, das ein (wenn auch kleiner) Erfolg war, dann schreibe es auf: ob digital oder in ein Notizbuch, ganz egal. Hauptsache, du schaust von Zeit zu Zeit drauf und erkennst, was du schon alles geleistet hast!

Tipp 4:  Durchbreche deine Sorgen.

Du liegst abends im Bett und dein Kopf hört nicht auf zu arbeiten? Soviele To Do’s – wie sollst du das alles schaffen? Was davon ist wirklich wichtig und dringend (siehe Zeitmanagement)?

Aber die ganz wichtigen Sachen, die echt schon sehr drücken, gehen besser aus dem Kopf, wenn du dir vor dem Einschlafen kurz notierst, wie du damit anfangen willst. Es geht dabei nicht um den großen Masterplan, sondern um die ersten Schritte, z.B.: als To Do Punkt für den nächsten Tag: „für die Firmen-Präsentation die Gliederung grob überlegen“.

„To Do“-Sorgen werden kleiner, wenn wir uns überlegen, wie und wann genau wir damit loslegen. Also immer einen Zettel und Stift neben dem Bett liegen haben. Sonst glaubt dein Gedächtnis, es müsse dich ständig daran erinnern, um es nicht zu vergessen…

Tipp 5: Hab Geduld.

Im Dezember 2017 bekam ich von einer Hochschule das Angebot, eine Lehrveranstaltung zu übernehmen. Ich war nicht sicher, ob ich die Richtige für die ausgeschriebene Stelle war. Da es schwer ist vom Coaching alleine zu leben, bin ich aber eigentlich auf Unternehmenstrainings und Lehraufträge angewiesen. Nur ausgerechnet diese Stelle? Ich war unsicher wegen der Anforderungen. Und lehnte ab, obwohl mich die Hochschule haben wollte! Ich war sogar die Erste, die sie gefragt hatten! Als ich das einem befreundeten Coach und Kollegen erzählte, haute der sich auf die Stirn: „Daniela, wenn du nicht gut genug bist, warum dann die anderen? Die sind auch nicht besser!“ – Ja klar, ich kapierte, dass ich gerade in die selbe Perfektionsfalle getappt war wie meine Klienten. Ich bewarb mich also in Windeseile doch noch. Aber die Stelle war dann leider vergeben. Ich war traurig, am Boden zerstört. Wie konnte mir als Performance und Karriere Coach das passieren?

Fotocredit: Inger Diederich/asics.com

Und dann kam heute das: ich habe von der selben Hochschule zwei neue Angebote, sie haben gemerkt, was für hohe Ansprüche ich an mich selbst stelle und wollen genau deshalb mit mir zusammen arbeiten. Die nun mir angebotenen Stellen passen auch noch viel besser zu mir! Diesmal habe ich nicht gezögert. Manchmal brauchen wir ein bisschen bis wir ernten können, was wir gesät haben.  Hab Geduld.

Tipp 6: Nimms mit Humor.

Es klappt alles nicht so auf Anhieb? Weder meine Tipps, noch deine Ziele? Vielleicht kann ein Coaching unterstützen oder du lachst einfach öfter über deine Situation. Denn sich selbst nicht zu sehr ernst zu nehmen, ist die vielleicht wichtigste Stressbewältigungsstrategie. Ich hatte mir den Jahreswechsel auch anders vorgestellt. Gesundheitlich bin ich weit hinter dem, was ich mir gewünscht hätte. Mit meinem operierten Fuß kann ich immer noch nicht Radfahren oder Laufen. Ich gehe noch immer mit Krücken und muss am Freitag erneut operiert werden. Was jetzt? Ich könnte depressiv werden, vor allem wenn das Wetter schön ist. Aber mir bringt es einfach mehr, mich abzulenken und mich auf das zu fokussieren, was jetzt möglich ist: Meditation für innere Gelassenheit, Schwimmen, mehr Zeit in die Arbeit investieren, Freunde treffen, die sonst etwas zu kurz kommen.  Ich meide es zuviel im Alltag über meine Komplikationen im Fuß zu sprechen (bitte um Verständnis, wenn ich darauf nicht so ausführlich antworte), denn es bringt mich nicht weiter, es zieht nur runter. Schau nach vorne! Es gibt immer etwas, das geht! Zum Beispiel bin ich kräftiger im Oberkörper geworden, das hat sogar schon meine Schwimmtrainerin festgestellt. 🙂

Heute habe ich in einem Buchladen diese Karte entdeckt.

Ich habe so sehr darüber grinsen müssen und sie gleich gekauft! Es stimmt, so ist es bei mir gerade: derzeit ist Sport für mich etwas ganz kostbares. Und sollte ich mal einen Schweinehund haben, wenn ich wieder ganz gesund bin, dann werde ich daran denken können, wie sehr ich mich auf Radfahren und Laufen gefreut hatte!

Du willst mehr zum Thema Glück erfahren? Hier lang.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.